Laut gegen Rechts - Wählen gehen
Rocken, bis die Wahl beginnt
Benefiz-Konzert mit coolen Bands am 15. September auf der Schweriner
Marstallhalbinsel
Vor dem Wählen ordentlich abtanzen: Dazu ist am dritten Septemberwochenende
auf der Marstallhalbinsel Schwerin die beste Gelegenheit. Denn bevor am
17. September in MeckPomm ein neuer Landtag gewählt wird, steigt
am 15. September in Sichtweite des Schlosses eine große Party. Unter
dem Motto "Laut gegen Rechts - Wählen gehen!" stehen an
diesem Tag zahlreiche Musiker auf der Bühne. Unter anderem sind Silbermond,
Denyo, Pyranja und Passadeena, die Brothers Keepers und Somersault im
Line-Up geplant.
Die vier von Silbermond starteten 1998 als Schülerband in Bautzen
und spielten sich in kürzester Zeit in die Ohren und Herzen tausender
Fans. Silbermond – ECHO-Gewinner „Bester Newcomer“ –
ist die derzeit angesagteste deutsche Nachwuchsband. Die Band überzeugt
mit druckvollem, krachendem Sound, energetischer Bühnenshow und einfühlsamen
deutschen Texten.
Brothers Keepers
- das ist ein Zusammenschluss von hauptsächlich afrodeutschen Musikern,
die gegen Rassismus und Fremdenhass auftreten. Zu den 84 Mitgliedern gehören
zum Beispiel Samy Deluxe, D-Flame und Eased von Seeed, UB 40, Patrice
oder Harry Belafonte. Wer am Ende nach Schwerin kommt - davon dürfen
sich alle Fans von Soul, Hip-Hop und Reggae überraschen lassen.
Mit dabei ist auch Pyranja,
seit Jahren ein Begriff in der deutschen Rap-Landschaft. Die gebürtige
Rostockerin veröffentlichte 2001 ihre Debüt-EP "Im Kreis",
mit der ihr ein respektabler Einstieg in die deutschen Single-Charts gelang.
Pyranja steht für emotionale und ehrliche Inhalte, äußerst
bildhafte Texte und einen technisch ausgereiften, direkten Flow. Inzwischen
hat sie mit Pyranja Records ein eigenes Label und das dritte Album soll
ihr bislang persönlichstes werden - auf Pyranja darf man ganz bestimmt
gespannt sein.
Denyo und Kollege Jan
Delay, das sind die Absoluten Beginner. Beide können aber auch alleine
und verbreiten deshalb nicht weniger Tanz- und Reimspaß. Durch die
Tracks von Denyo rollen gut im Futter stehende Beats, gleißend helle
Melodien blenden, ultracatchy Hooklines reißen mit und immer deutlicher
zeichnet sich die Silhouette des sympathischsten deutschen "producers
on the mic" ab.
Die vier Frühzwanziger von Passadeena
kommen aus Rostock und musizieren seit ca. drei Jahren zusammen. Druckvoll
nach vorn und dabei sehr abwechslungsreich und melodiös rockten sie
sich zum Beispiel bis ins Finale des diesjährigen f6 Music Awards
und konnten im ausverkauften Postbahnhof in Berlin vor 3.000 Menschen
zahlreiche Fans dazu gewinnen. Gleiches erhoffen sich die Jungs natürlich
auch von ihrem Auftritt in Schwerin.
Mit von der Partie ist auch die vielversprechende Combo super700.
Die drei Schwestern aus dem Kosovo, Ibadet, Albana und Ilirjana und ihre
vier Kollegen überzeugen mit ihren rockig-jazzigen Melodien und ihren
kraftvollen, tiefgründigen Texten. Erst vor wenigen Monaten haben
sie mit ihrem zweiten Album „SUPER700“ ihr Können unter
Beweis gestellt. Anleihen aus Elektro und Soul ergänzen den rockigen
Grundton und sogen für eine spannende Mischung, die für sich
spricht.
Jede Melodie hat ihren Schatten - im englischen Begriff somersault
(deutsch: Purzelbaum, Salto) vereinen sich zwei verwandte und doch entgegengesetzte
Dinge: Spiel und Ernst, Spaß und Risiko. Selten glückte eine
Namenswahl so treffend wie hier. Gleich ihr erstes Lied forderte Xavier
Naidoo ungefragt zum Duett heraus und enterte im Juni 2001 die Charts.
„Way To Mars“ hieß die anschwellende Hymne und war der
Kaltwassersprung für Somersault, das Alter Ego von Gudrun Mittermeier.
Im Frühjahr erschien das zweite Album, „Paper Walls“,
das durch melodischen Indiepop mit internationalen Anklängen besticht.
Das Konzert in der Landeshauptstadt beginnt um 15 Uhr, der Eintritt ist
frei. Es werden rund 5.000 Besucher erwartet, die bis 23 Uhr auf der Marstallhalbinsel
zuhören, tanzen und diskutieren können. Organisiert wird die
Veranstaltung von bundesweit agierenden Initiativen. Mit im Boot sind
die Stern-Aktion "Mut gegen rechte Gewalt", die Amadeu Antonio
Stiftung, das Online-Magazin "blick nach rechts" und der Verein
"Gesicht zeigen!"
Ein tolles Programm also, bei dem sich Dabeisein auf jeden Fall lohnt.
Weil kein Eintritt bezahlt werden muss, sichert frühzeitiges Erscheinen
die besten Plätze. Und am Sonnabend nach dem Konzert ist genug Zeit
zum Ausruhen, bevor am Sonntag, dem 17. September, ausgeschlafene Wähler
gefragt sind.
Hier das Plakat herunterladen
|