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Interview

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Einladung zum Konzert „Laut gegen Rechts“ am 15.9.2006 in Schwerin


Gemeinsame Pressemitteilung von „Gesicht Zeigen!“/ „blick nach rechts“/ Amadeu-Antonio-Stiftung

„Jede Stimme zählt im Kampf gegen Rechtsextremisten“

Jüngste Umfragedaten für Mecklenburg-Vorpommern deuten auf ein erschreckend hohes Wählerpotenzial für Rechtsextreme hin: Vier bis sieben Prozent der Wahlberechtigten wollen für die NPD stimmen. Weitere sechs Prozent der Befragten sind noch unsicher, können sich aber vorstellen, für die NPD zu votieren, unter Erstwählern ist dieser Anteil besonders hoch. Sehenden Auges wird eine antidemokratische Partei gewählt, die diesen Staat und seine Grundwerte ablehnt. Dies beunruhigt uns.

Um diese – nicht nur für das Land Mecklenburg-Vorpommern – schädliche Entwicklung zu verhindern, mischen wir uns ein. Zwei Tage vor der Wahl veranstalten wir ein Konzert „Laut gegen Rechts“: ein Rock-, Soul- und Hiphop-Konzert, das der Online-Informationsdienst „blick nach rechts“, die Amadeu-Antonio-Stiftung mit der Internetplattform „www.mut-gegen rechte-Gewalt.de“, der Verein „Gesicht Zeigen!“ und die Gewerkschaft ver.di mit ihrer Initiative „www.rechtsweg-ausgeschlossen.de“ in Schwerin organisieren.

Wir Veranstalter wollen mit diesem Konzert junge Leute bewegen, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme für die Demokratie abzugeben – für demokratische Parteien und gegen die „nationaldemokratische“ NPD, die sich selbst als verfassungsfeindlich versteht. Wer NPD wählt, muss wissen, er wählt die geistigen Erben der Nationalsozialisten und stimmt für erklärte Feinde dieser Demokratie und ihrer Werte.

Uwe-Karsten Heye, Vorsitzender des Vereins „Gesicht Zeigen!“, erklärt: „Wer es gut meint mit Mecklenburg-Vorpommern, kann nicht NPD wählen. Fremdenfeindlichkeit ist Gift für den Tourismus als wichtigsten Wirtschaftsfaktor. Wer will schon in einem Land investieren, das künftig Rassisten im Landtag hätte?“

„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, zur Wahl zu gehen und für demokratische Parteien zu stimmen. Nur so können wir es schaffen, die NPD aus dem Landesparlament herauszuhalten. Denn jede nicht abgegebene Stimme nützt rechnerisch den Rechtsextremen“, mahnt Helmut Lölhöffel, der Herausgeber des „blick nach rechts“ (www.bnr.de).

„Auf Sie alle und Euch alle kommt es an!“, appelliert die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung zur Unterstützung von Initiativen für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur, Anetta Kahane. „Wer nicht will, dass Antidemokraten demnächst mit ihren völkischen Idealen das Bild von Mecklenburg-Vorpommern prägen, muss unbedingt wählen gehen. Denn für das zukünftige Klima in diesem Land ist am Sonntag jeder Wähler mitverantwortlich – aber auch über den Wahltag hinaus: Wer Demokratie ernst nimmt, darf mit seiner Stimmabgabe nicht vergessen, dass Zivilcourage gegen Rechtsextremismus jeden Tag wichtig ist.“

Es ist also Einsatz gefragt für die Demokratie. Dass das durchaus Spaß machen kann, wollen Bands wie „Silbermond“, „Denyo“, „Pyranja“, „Passadeena“ „Somersault“ und die „Brothers Keepers“ am Abend des 15. September beweisen. Gemeinsam mit ihren Fans rappen & rocken sie zwei Tage vor der Wahl auf der Schweriner Marstallhalbinsel gegen Rechts, werben für den Gang zur Urne und bieten Initiativen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit eine Bühne, um sich zu präsentieren.

Der Eintritt zu dem Benefizkonzert, das um 17.30 Uhr beginnt, ist frei. Alle Bands verzichten auf ihre sonst üblichen Gagen. Während der Veranstaltung werden Spenden zugunsten von Opfern rechter Gewalt und für Initiativen gegen Rechstextremismus, Antisemitismus und Rassismus gesammelt, die auf der Bühne vorgestellt werden. Einlass ist ab 15 Uhr.


Rückfragen und Pressekontakt vor Ort:

Michael Blum, Tel.: 030-25594-100

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