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Interview

Liquido über Farbe bekennen, Graffitti in Berlin und zu wenig kulturelle Angebote. mehr

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Laut gegen Rechts am
1. Mai in Schwerin

Bildergalerie zum Konzert 2006

Bildergalerie zum letzten Konzert

 

Laut gegen Rechts in Stralsund

 

DGB Jugend Nord

Wir brauchen eure Stimme!

Laut gegen Rechts

„Laut gegen Rechts“ heißt es am 2. September wieder auf der Schweriner Marstallhalbinsel. Unter dem Motto „Nazis aus dem Takt bringen“ werden hier im Vorfeld der Wahl zahlreiche Leute singen, tanzen, pfeifen, trommeln... Erklärtes Ziel: Wenn am 4. September der neue Landtag gewählt wird, soll die rechtsextreme NPD diesmal draußen bleiben.Deshalb soll es richtig laut werden und deshalb werden viele Stimmen gebraucht!

Laut gegen Rechts

Kommt also alle am 2. September auf die Marstallhalbinsel in Schwerin. Festivalstimmung vom Feinsten ist bei diesem Konzertmarathon garantiert, der eine Band nach der anderen auf die Bühne holt. Nach den Superkonzerten 2006 mit Silbermond und 2007 mit Revolverheld und insgesamt rund 30.000 Besuchern soll es in diesem Jahr genauso rasant weitergehen. Übrigens: der Eintritt ist frei.
Also, nicht vergessen: Wir sehen uns am 2. September bei „Laut gegen Rechts“ in Schwerin! www.laut-gegen-rechts.de

Wahlen 2009 - Nimm Deine Freunde mit!

2009: Wählen gehen! Demokratie lebt vom Mitmachen. Mach´ auch mit!
Zur Kommunal- und Europawahl am 07. Juni, zur Bundestagswahl am 27. September! Die Sache ist ganz einfach: Entweder du schiebst Frust, weil Vieles nicht so läuft, wie du es dir wünschst. Oder du schnappst dir deine Freunde, ihr geht zur Wahl und fordert eure Rechte ein.

Am 07. Juni sind Kommunalwahlen
Du denkst, warum soll ich zur Wahl gehen? Kommunalwahlen sind wichtig. Hier werden Stadtvertretungen, Landkreistage und Gemeindevertretungen gewählt. Kein Witz: alle haben am Ende mehr Einfluss auf deine Umgebung als die Bundeskanzlerin. Bei der Kommunalwahl kannst du konkret Mitbestimmen, was dich und deine Lebenswelt betrifft. Zum Beispiel in Fragen von Einrichtung oder Schließung von Jugendzentren oder der Schulausstattung oder von Einführung bzw. Preisen einer Schüler- oder Azubifahrkarte oder, oder, oder… Schau dich also in deiner Stadt oder Gemeinde um! Welche Parteien, Wahlbündnisse oder Personen sagen dir am ehestens zu?

Zusammen mit den Kommunalwahlen am 07. Juni sind Europawahlen
Du denkst, was geht mich das an? Das Europäische Parlament ist die größte internationale Volksvertretung der Welt – 99 Europaabgeordnete werden aus Deutschland gewählt. Die demokratisch gewählten Parlamentarier vertreten eure Interessen z.B. zum Thema Schulpartnerschaften, Jugendaustausch, Europäischer Freiwilligendienst, Universitätsstipendien, Klimaschutz oder die Bewältigung von internationalen Krisen.

Europawahlen sind wichtig. Unter uns: das Europäische Parlament hat großen Einfluss, bereits 2/3 der in Deutschland gültigen Gesetze gehen auf Beschlüsse der EU zurück.

Am 27. September sind Bundestagswahlen
In den Wahlen zum Bundestag entscheiden über 60 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland darüber, wer sie in den nächsten vier Jahren regiert. Entscheide auch hier mit deinem Stimmzettel, wie die bundespolitischen Weichen für die nächsten vier Jahre gestellt werden sollen. Du unterstützt mit deiner Stimme ein mehr oder weniger konkretes politisches Programm. Dort stimmst du unter anderem für oder gegen die Arbeitszeitverkürzung, für oder gegen die Senkung des Rentenniveaus, für oder gegen eine ökologische Steuerreform, für oder gegen den Großen Lauschangriff, für oder gegen Kampfeinsätze der Bundeswehr außerhalb des Nato-Vertragsgebiets. Die Parteien unterscheiden sich aber nicht nur in Personen und Programmen, sondern auch in ihren Methoden der politischen Auseinandersetzung. Du kannst aber durch deine Stimmabgabe auch den politischen Stil und die Wahlkampfmethoden bestimmter Parteien honorieren oder missbilligen.

Aber eins wollen wir dir noch in jedem Fall mitgeben!
Ohne Wahlen gibt es keine Demokratie in Deutschland. Eigentlich hast du gar nicht die Wahl zwischen Wählen und Nichtwählen. Denn gewählt wird auch ohne dich. Dann wählen aber Andere für dich das Parlament. Vielleicht wird dann eine Regierung gewählt, die Entscheidungen trifft, mit denen du nicht einverstanden bist.

Mach mit – geh´ wählen!
Wer nicht wählt, wählt rechts!

Am 07. Juni und am 27. September ist es auf jeden Fall wichtig, dass du zur Wahl gehst! Nimm deine Freunde mit! Deine Stimme kann verhindern, dass undemokratische Parteien – wie rechtsextremistische Organisationen – eine Chance in der Politik vor Ort, auf Bundesebene oder in Europa haben.

Kein Bock auf Nazis
Vielen ist nicht mehr bewusst, welche Gefahr hinter dem Nationalismus steckt. Deswegen wurde im Sommer 2006 ein Projekt gegen Rechts gestartet – KEIN BOCK AUF NAZIS – Unter anderem engagieren sich für die Aktion bekannte Stars:
„Wir sind Helden“ fordern: Wir wollen ein „deutliches NEIN und die Rote Karte gegen Nazis!“ “Ich habe kein Bock auf Nazis“ sagen dazu „Fettes Brot“ Auch „Donots“ finden klare Worte: „Es gibt einfach nichts Schlimmeres als dämliche, wütende Intoleranz.“ Sie zusammen und noch viele mehr, wie Die Ärzte, Die Toten Hosen, ZSK, Muff Potter, Julia Hummer, Culcha Candela und Madsen haben dazu auch die DVD „Kein Bock auf Nazis“ herausgebracht.
Unbedingt sehenswert, wie wir finden! Schau nach unter www.kein-Bock-auf-Nazis.de.

Nicht verboten = demokratisch?
Das viele rechtextremistische Parteien und Gruppierungen nicht verboten sind, bedeutet jedoch nicht, sie seien auch demokratisch. RechtsextremistInnen bekämpfen die Demokratie, können aber demokratisch legitimiert sein. Denn die Demokratie gilt auch für ihre Feinde.

Wie – Nazis?
Unser Land hat eine Menge Probleme. Schwierig, hier einen passenden Ausbildungsplatz oder einen guten Job zu finden, der nicht befristet oder schlecht bezahlt ist. Milliarden gehen an Banken und für Managerbezüge drauf, während du versuchst mit schmalem Geldbeutel über die Runden zu kommen. Das sorgt für eine Menge Frust und Ängste, und manchmal auch für Wut und Aggressionen.

Rechtsextreme Parteien nutzen diese Ängste. Auf komplizierte gesellschaftliche Probleme antworten sie mit scheinbar einfachen „End“lösungen. In der Öffentlichkeit treten Neonazis oft als Anwalt des kleinen deutschen Mannes auf. Sie geben sich als „Globalisierungsgegner“, „Antikapitalisten“ und „Kämpfer für Arbeitsplätze“ aus. Neonazis versuchen damit zu punkten, indem sie sich als besonders kritisch gegenüber Politik und Gesellschaft darstellen.

Rechtsextremistische Parteien greifen zunehmend sozialpolitische
Themen auf und nutzen sie für ihre Ideologien:

Rechtse xtrem isten propagieren und werben im Wahlkam pf z. B. MIT :

  • Schluss mit Hartz IV
  • Arbeitsplätze zuerst für Deutsche
  • Volksgemeinschaft statt Globalisierung

Zielsetzung laut ihren Programen:

  • Rechtsextremisten wollen einen Zwangsarbeitsdienst nach dem Vorbild des „Reichsarbeitsdienst“ aus der Nazi-Zeit.
  • Rechtsextremisten wollen alle, die nicht deutscher Herkunft sind aus Deutschland vertreiben.
  • Für Rechtsextremisten ist das Ausland der Gegner. Sie sind überzeugt, dass alle Länder das deutsche Volk unterdrücken wollen.

Die Ansicht der DGB-Jugend dazu:

  • Die DGB Gewerkschaften im Norden lehnen jeden Zwangsdienst ab und machen sich für existenzsichernde Arbeitsplätze stark.
  • Die DGB Gewerkschaften fordern Arbeit und soziale Sicherheit für alle Menschen.
  • Deutschland ist Exportweltmeister. Viele Arbeitsplätze existieren nur, weil Waren ins Ausland verkauft werden. Die DGB-Gewerkschaften setzen sich für soziale Mindeststandards weltweit ein.

Du hast mit Politik nicht viel am Hut. Aber das mit den Nazis findest du irgendwie bedenklich?
Dann raffe dich am 7. Juni und 27. September auf und geh´ zur Wahl. Noch besser: Nimm deine Freunde und Familie mit!
Übrigens: man kann auch (s)eine Meinung haben und sagen, wenn man nicht über alles genauestens Bescheid weiß!
Wenn du übrigens nicht nur einfach deine Stimme abgeben, sondern aktiv mitmischen willst, nur zu: Jugendverbände wie die DGB Jugend bieten viele Möglichkeiten dazu.
Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen. Also: mach mit!
www.rechtsweg-ausgeschlossen.de, www.dgb-jugend-nord.de

 

V.i.S.d.P.: H. Gröpler, DGB-Jugend Nord,
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